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Papageienbuntbarsch – ein umstrittener Aquarienfisch

Der Papageienbuntbarsch (Parrot Cichlid) ist ein bekannter und umstrittener Aquarienfisch. Dieser Fisch wirft viele Fragen auf, da es sich um eine künstliche Art handelt, wahrscheinlich eine Kreuzung zwischen einem Buntbarsch und einem Zitronenbuntbarsch, und er in der Natur nicht vorkommt. Die genetische Kombination selbst ist jedoch weniger umstritten als die Ereignisse, die zu ihr geführt haben.

 

Orangefarbener Papageienbuntbarsch.

 

Wie sieht ein Papageienbuntbarsch aus?

Größe
Der Buntbarsch kann bis zu 25–30 cm groß werden, ist aber meist kleiner, da sein Wachstum ab 15 cm deutlich nachlässt.

Gestalt
Der Papageienbuntbarsch hat einen runden, ballonartigen, gedrungenen und recht massiven Körper.

Das Maul
ist unnatürlich verengt und ständig geöffnet. Der Fisch scheint ständig zu lächeln.

Flossen
Die Flossen des Buntbarsches sind sanft gerundet, Rücken- und Afterflossen sind leicht verlängert.

Wichtig
Das ungewöhnliche Maul erschwert dem Fisch die Nahrungsaufnahme an der Wasseroberfläche und ist das Ergebnis einer Wirbelsäulendeformation. Diese Deformation betrifft sowohl das Maul als auch die Schwimmblase – der Papageienfisch schwimmt etwas unbeholfen und wackelt hin und her.

 

Roter Papageienbuntbarsch.

 

Farbvarianten des Papageienbuntbarsches

Dieser Buntbarsch hat charakteristische, leuchtende Farben. Papageienfische kommen in Aquarien typischerweise in den folgenden Farben vor:
  • rot
  • orange,
  • gelb.


Es gibt auch künstlich gefärbte Papageienbuntbarsche in Blau, Lila oder Rosa, und auch mehrfarbige Fische sind erhältlich.

Künstlich gefärbte Fische, wie der blaue Papageienbuntbarsch, sind nicht wirklich blau und ihre Farbe verblasst oft mit der Zeit. Wichtig zu wissen: Künstliche Färbung, bei der Pigmente in die Haut der Tiere injiziert werden, ist invasiv, schädlich für die Fische, fördert Krankheiten und verkürzt ihre Lebensdauer. Wenn Sie von blauen Fischen in Ihrem Aquarium träumen, wählen Sie ein Haustier ohne künstliche Färbung. So tragen Sie zum Wohlbefinden der Papageienfische bei und bringen Ihren Widerstand gegen unethisches Verhalten zum Ausdruck.

 

Woher kommt der Name Papageienfisch?

Der Name des Fisches leitet sich von seinem Aussehen ab: Seine unnatürlich verlängerte Schnauze mit offenem, rundem Maul ähnelt dem Schnabel eines Papageis. Seine leuchtende Färbung erinnert zudem an bunte Vögel.

 

Papageienbuntbarsch – Anforderungen

Sehen Sie, welche Ansprüche ein Papageienbuntbarsch hat:

  • Aquariengröße: Buntbarsche sind groß und aktiv, daher benötigen sie je nach Fischbesatz ein großes Aquarium mit einem Fassungsvermögen von ca. 450 Litern.
  • Dekoration: In einem Buntbarsch-Aquarium lohnt es sich, Dekorationen mit dezenten Formen zu verwenden: Steine, Treibholz und Höhlen. Pflanzen müssen gut befestigt werden, da Buntbarsche dafür bekannt sind, sich durch den Bodengrund zu graben. Es empfiehlt sich, robuste Pflanzen an der Dekoration zu befestigen.
  • Bodengrund: Sand oder feiner Kies eignen sich gut für ein Aquarium für Papageienbuntbarsche. Scharfe Substrate können das empfindliche Maul der Fische verletzen.

Orangefarbene Papageienbuntbarsche.


Welche Aquarienbedingungen sind für Buntbarsche geeignet?

Papageienbuntbarsche bevorzugen Wassertemperaturen zwischen 24 und 28 °C und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Die Wasserhärte reicht von mittel bis hart (8–20 °dGH).

Buntbarsche reagieren empfindlich auf alle Verunreinigungen. Daher lohnt es sich, in einen guten Aquarienfilter zu investieren und wöchentlich das Wasser zu wechseln. Wir empfehlen einen Wasserwechsel von 20–30 %. Eine gute Sauerstoffversorgung ist ebenfalls wichtig.

Tipp: Eine niedrigere Wassertemperatur kann dazu führen, dass Buntbarsche krank und lethargisch werden und ihre Farbe verlieren.

 

Papageienbuntbarsch – Krankheiten

Die Gesundheit eines Fisches hängt unter anderem von seiner Haltungsmethode und den Wasserparametern ab.

Die häufigsten Papageienbuntbarsch-Erkrankungen und ihre Behandlung:

  • Ichthyophthiriasis (Fischpocken): Eine parasitäre Erkrankung, die sich durch weiße Punkte am Körper äußert. Die Behandlung ist einfach: Erhöhen Sie die Körpertemperatur und geben Sie Medikamente gegen Windpocken.
  • Soor: Eine Pilzinfektion. Auf dem Körper und den Flossen kranker Fische kann ein weißer Belag sichtbar sein. Die Behandlung ist einfach und umfasst die Verbesserung der Wasserqualität und die Gabe von Antimykotika.
  • Hexamitiasis (Lochkrankheit): Die Krankheit wird durch Protozoen der Gattung Hexamita verursacht. Fische, die an Lochkrankheit leiden, verlieren ihren Appetit, wirken lethargisch, haben weißen, zähen Kot und charakteristische „Löcher“ am Kopf. Die Behandlung ist komplex und erfordert spezielle Medikamente.
  • Bakterielle Flosseninfektionen: Die Symptome sind sehr spezifisch; bei kranken Fischen zerfallen die Flossen und fransen aus. Um den Fisch wieder in Form zu bringen, verbessern Sie die Wasserqualität und geben Sie Antibiotika.



Tipp: Zur Vorbeugung tragen eine abwechslungsreiche Ernährung, gute Wasserqualität und Stressminimierung bei. Auch die Quarantäne von Neuankömmlingen nach dem Kauf von Fischen ist wichtig. Bei auffälligen Symptomen sollten Sie umgehend einen auf Fische spezialisierten Tierarzt oder einen erfahrenen Aquarianer konsultieren. Ein gesunder, ungefärbter Fisch kann bis zu 10 Jahre alt werden.

Lesen Sie auch: Was sind die häufigsten Krankheiten von Aquarienfischen?

 

Papageienbuntbarsche.

 

Papageienbuntbarsch – mit welchem ​​Fisch kombinieren?

Papageienfische gedeihen in einem Artaquarium. In einem Gesellschaftsaquarium können Buntbarsche mit friedlichen Fischen mit ähnlichen Wasseransprüchen vergesellschaftet werden.

Gute Begleiter für Papageienbuntbarsche:

  • Schwarzgefleckter Panzerwels,
  • Großer Elsterfresser (auch bekannt als Schwarzes Phantom),
  • Blaue Raupe.


Halten Sie Papageienbuntbarsche niemals zusammen mit kleinen Fischen, da die Gefahr besteht, dass diese die Kleinen fressen. Auch große, aggressive Fische sollten im selben Aquarium wie Buntbarsche vermieden werden.

 

Papageienbuntbarsch – Fortpflanzung

Aufgrund unnatürlicher genetischer Mutationen sind Männchen oft unfruchtbar. Züchter dieser Fische verwenden Hormone zur Fortpflanzung. Legt ein Weibchen Eier in ein vorbereitetes Nest, ist eine Befruchtung aufgrund der Unfruchtbarkeit des Männchens oft nicht möglich und die Eier werden aufgegeben.

 

Wie viel kostet ein Papageienbuntbarsch?

Der Preis eines Papageienbuntbarsches hängt von seiner Größe, Art, Farbe und dem Züchter ab. Kleine Fische (5-7 cm) sind für etwa 10 Euro zu haben. Große Fische (über 15 cm) können 25-35 Euro kosten.

 

Papageienbuntbarsch.

 

Papageienbuntbarsche – Ernährung

Buntbarsche sind Allesfresser und erfordern eine abwechslungsreiche Ernährung. Aufgrund genetischer Mutationen fällt es diesen Fischen schwer, Nahrung von der Wasseroberfläche und vom Grund aufzunehmen. Berücksichtigen Sie dies und füttern Sie sie mit Futter, das nicht lange an der Wasseroberfläche bleibt.

Beispieldiät:

  • Hochwertiges Buntbarschfutter – Granulat und Sticks – bilden die Grundlage des Speiseplans (wichtig: Granulat und Sticks müssen weich sein),
  • Frostfutter (Garnelen, Wasserflöhe, Artemia, Mückenlarven),
  • Pflanzenfutter (gekochter Spinat, Salat, Gurke).


Wir füttern die Fische 2-3 Mal täglich mit kleinen Portionen.

 

Zusammenfassung

Der Papageienbuntbarsch ist ein relativ großer Fisch, der in der Natur nicht vorkommt. Zu seinen charakteristischen Merkmalen zählen die leuchtende Färbung und das längliche, offene Maul, das an einen Papageienschnabel erinnert. Sein ungewöhnliches Aussehen verdankt er genetischen Mutationen und in vielen Fällen auch künstlicher Färbung (z. B. beim blauen Papageienbuntbarsch). Der Papageienbuntbarsch hat in der Aquaristik heftige Kontroversen ausgelöst. Kontroversen drehen sich um übermäßige Eingriffe des Menschen in die Natur, künstliche Hautfärbungen, die den Fischen schaden, und die bereits erwähnten genetischen Mutationen, die den Körper des Fisches deformieren und seine Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme und Fortbewegung beeinträchtigen. Unnatürliche genetische Kreuzungen führen zudem zu erheblicher Unfruchtbarkeit der Männchen.

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Dominika Tarnacka

Fotos: Canva.com

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