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Amstaff (American Staffordshire Terrier) - Charakter, Gesundheit, Zubehör (Hunde-Enzyklopädie)

Die Rasse, die Hundeliebhaber geteilt hat, erregt Kontroversen seit Jahrhunderten. Warum ist American Staffordshire Terrier so populär? Sollte Amstaff in die Liste der gefährlichen Rassen eingetragen werden oder im Gegenteil als idealer Babysitter für Kinder gelten, wie das im Vereinigten Königreich ist?

 

American Staffordshire Terrier -  Rassebeschreibung

Im 18. Jahrhundert im England waren Hundekämpfe in Mode. Aus diesem Grund wurden spezielle Bulldoggen-Zuchten mit Richtung auf Kampfhunde - muskulös und widerstandsfähig - gegründet. Durch die Kombination mit Terriern wurde versucht, die Agilität zu erhöhen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte eine Auswanderungswelle von England nach Amerika ein. Mit dieser Welle wurden die Vorfahren von American Staffordshire Terrier auf andere Kontinente gelangen.

Hunde dieser Rasse haben die Herzen der Einheimischen erobert. Es wurden zwei Gruppen von  Hundeliebhaber gebildet - kleinere Hunde, die zum Fangen von Ratten verwendet wurden, und große, Kampfhunde. Kleinere Rattenfänger haben eine neue Rasse - den Boston Terrier begonnen, hingegen Kampfhunde waren als Pit Bull Terrier genannt.

Mit der Zeit nahm die Zahl der Menschen ab, die bereit waren, Hundekämpfe zuzuschauen, so dass die Protoplasten von Amstaff immer häufiger auf Ausstellungen und als Begleithunde erschienen sind. So kam es zu einer weiteren Spaltung innerhalb der Rasse und die FCI registrierte eine separate Kaste - American Staffordshire Terrier.

 

In der Vergangenheit waren die Ohren und der Schwanz von Amstaff gewöhnlich abgeschnitten, da diese während Kämpfe stören konnten. Heute ist das verboten.

 

Aussehen

Amstaff ist ein Hund mit einem sehr starken und muskulösen Körper. Dieser ist auch länger mit leicht niedrigem Hinterteil und niedrigem Schwanz. Die Brust ist tief und breit. Die Beine sind kräftig, mit sichtbarer Muskelkontur, relativ kurz, aber gerade. Sein Kopf ist eindeutig ausgeprägt - er ist breit, mit kräftigen Unterkiefer. Der Kopf ist auf einen dicken Hals eingesetzt. Weit auseinander liegende Augen sind tief angesetzt, schwarz. Bei Amstaffs muss Nassentrüffel schwarz sein, andere Farben oder Verfärbungen disqualifizieren den Hund.

Die Amstaff-Hündin ist etwas kleiner als der Rüde. Ihre Widerristhöhe sollte zwischen 43 und 46 cm betragen, bei Rüde bis zu 48 cm. Das Gewicht von Amstaff sollte 40 kg nicht überschreiten.

FCI lässt praktisch alle Farben, die bei dieser Rasse auftreten - einfarbig, mehrfarbig oder gefleckt ist zugelassen. Zur Zeit ist blauer oder himmelblauer American Staffordshire Terrier erwünscht. Farbvarianten wie weiß, braun, schwarz oder grau und braun sind unerwünscht.

 

Der gefleckte Amstaff ist ein der Farbvarianten dieser Rasse. Zur Zeit ist blauer oder himmelblauer American Staffordshire Terrier erwünscht.

 

Körperpflege

Das Fell des American Staffordshire Terriers besteht nur aus Deckhaar. Es ist kurz, steif und glatt. Das Fell liegt eng an und glänzt in der Regel. In der Zeit der intensiven Häutung lassen sich jedoch diese winzige Haare schwer von Materialien - Decken, Kleidung, Polster, Teppiche - entfernen. Aus diesem Grund sollte man den Hund einmal pro Woche bürsten. Mann kann eine flache Bürste mit sehr dickem Rosshaar oder eine Bürste mit Naturhaar verwenden, um leblose Haare aufzusammeln und das Fell zu glänzen. Es ist auch gut, eine Gummibürste oder einen Handschuh zu benutzen. An warmen Tagen kann man den Hund einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Diese Hunde benötigen nicht viel Zeit für Ihre Pflege. Das Fell verschmutzt nicht so leicht und neigt nicht dazu, Schmutz oder Staub zu sammeln. Das Bad kann sogar alle paar Monate durchgeführt werden, je nach Bedarf. Man kann aber nicht vergessen, dem Hund regelmäßig die Krallen zu schneiden.

Aufgrund der fehlenden Unterwolle gehört American Staffordshire Terrier zu Frostbeulen. Besonders im Winter oder anderen frostigen Tagen kommen diese Hunde nicht zurecht. Dann lohnt es sich, sich für den Kauf eines Wärmeschutzes zu entscheiden. Die Kleidung sollte passgenau sein, damit die die Bewegung dieses energischen Hundes nicht behindert. Es ist gut, schon Welpen daran zu gewöhnen, Hundepullover und Jacken zu tragen.

 

Amstaff ist sehr energisch und treu. Aufgrund seiner starken Bewegungsdranges braucht er jeden Tag sportliche Betätigung und ausgedehnte Spaziergänge.

 

Gesundheit

Der American Staffordshire Terrier gilt als die Hunderasse, die relativ gesund ist und bis zum Ende gute Kondition hat. Die Hunde sind stark, kräftig und muskulös.

Es ist sehr wichtig, die richtige und gute Zucht auszuwählen und vor dem Kauf die aktuellen Tests und Zuchtlinien zu prüfen. Unsachgemäße Zucht und schlechte Verpaarung können die Möglichkeit von Erkrankungen des Gelenk- und Blutsystems erhöhen, am gefährlichsten sind jedoch die psychische Verhaltensprobleme.

Dabei treten Fehlbiss, Probleme mit Kniescheibe, Hüftdysplasie und Herzschwäche auf. Der weiße Amstaff kann eine angeborene Veranlagung zur Taubheit haben.

Gesunde Ernährung und viel Bewegung sind für Amstaff sehr wichtig. Er hat großen Appetit, was zu einer übermäßigen Gewichtszunahme führen kann. Das Futter sollte viel tierisches Eiweiß enthalten, um die Muskeln dieser athletischen Hunde zu regenerieren und ihre Gelenke zu stärken. Man kann sich für Trocken- oder Nassfutter entscheiden. Gute Ergänzung für gute Ernährung sind Fleisch und Fleischknochen. Viele Amstaffs profitieren von BARF. Dank dem starken Kiefer kommen diese Hunde mit der Rohfütterung schnell recht.

Der American Staffordshire Terrier lebt 10 bis 12 Jahre.

 

Charakter

Der American Staffordshire Terrier ist sehr kooperativ und verlässt sich auf seinen Besitzer. Gewissermaßen hat das Zusammenhang mit Hundekämpfen, wo Amstaff nur auf sich selbst und ihren Besitzer verlassen konnte. Diese Hunde sind leicht zu trainieren, neugierig und sehr klug, aber gleichzeitig auch sensibel. Körperliche Bestrafung, Schreien oder aversives Verhalten kann man bei ihnen nicht anwenden. Es würde schnell dazu führen, dass die Bindung zwischen dem Besitzer und dem Hund nicht so stark wird. Darüber hinaus können Frustration und Aggression auftreten.

Aufgrund seiner starken Bewegungsdranges braucht der American Staffordshire Terrier jeden Tag sportliche Betätigung und ausgedehnte Spaziergänge. Bei genug Bewegung ist er ein idealer Begleithund. Am wohlsten fühlen sich Amstaffs bei Besitzern, die selbst gerne spazieren gehen, joggen oder wandern.

Das Verhältnis zu Kindern hängt weitgehend davon ab, wie der Hund erzogen wird und wie sich das Kind verhält. Heute gilt diese Rasse als Familienhund, aber man kann über ihre Vergangenheit als Kampfhund nicht vergessen. Es wird daher nicht empfohlen, den Hund mit einem Kind allein zu lassen, sie sollten immer mit Erwachsenen bleiben oder spielen.

Im Umgang mit anderen Hunden, vor allem mit anderen Rassen, kann es zu Konflikten kommen. Aufgrund seiner Vergangenheit mag Amstaff dominieren. Kleinere Hunde können von Amstaff angegriffen werden.

 

Der American Staffordshire Terrier muss schon als Welpe lernen, wo seine Grenzen sind. Er nutzt Unaufmerksamkeit des Besitzers aus.

 

Erziehung

Der American Staffordshire Terrier muss schon als Welpe lernen, wo seine Grenzen sind. Man kann über ihre Vergangenheit nicht vergessen. Amstaffs verlangen die regelmäßigen Trainings, vor allem aber einen verantwortungsvollen, energischen und konsequenten Besitzer.

Amstaff wird einem unerfahrenen Besitzer nicht empfohlen, der gerade erst etwas über Hunde und ihre Erziehung lernt. Der American Staffordshire Terrier ist der sehr kluge Hund, der in der Lage ist, sogar die kleinsten Bemerkungen des Besitzers zu nutzen und sich daran zu erinnern. Wenn es um Welpen von American Staffordshire Terrier geht, gute Idee ist Hundekindergarten, der die Sozialisierung mit anderen Hunden lernt, aber auch erklärt dem Besitzer das Verhaltensmuster von Amstaff. Ein schlecht geführter Hund kann frustriert werden, was wiederum zu erhöhter Aggression führt.

Für Welpen und auch für Erwachsene ist Gitterbox nützlich. Vor allem am Anfang kann die unermüdliche Energie des Hundes allen Dingen und dem Haus schaden. Die Gitterbox ermöglicht dem Hund, sich zu beruhigen und ist für ihn als eine Art Asyl. Natürlich kann diese weder eine Strafe noch eine Falle sein. Bei richtigem Training wird die Gitterbox als Lager behandelt. Man soll eine kuschelige Decke oder Bettchen hinein legen und Lieblingsplätzchen für Vierbeiner ist fertig.

 

Spielzeuge sollten stark und haltbar sein, so dass die kräftige Kiefer dieses Hundes sie nicht in einer Stunde zerreißt.

 

Zubehör

Der Besitzer dieser Rasse muss sich mit notwendigen Zubehör ausstatten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Spielzeuge sollten stark und haltbar sein, solide hergestellt, so dass die kräftige Kiefer dieses Hundes sie nicht in einer Stunde zerreißt. Die Spielzeuge müssen auch vollkommen sicher sein. Am besten sind diese zum Apportieren oder Werfen: Frisbee, Bälle, Discs und Kongs. Plüschspielzeuge können nicht so haltbar sein.

Für diese Hunderasse ist es nicht empfehlenswert, ein Halsband zu verwenden, aber auf jeden Fall ein Geschirr. Es sollte jedoch nicht auf die Schlüsselbeine des Hundes drücken, was zu Haltungsschäden führen könnte. Da Amstaffs so energisch und stark sind, kann das Tragen eines Halsbandes zu Verletzungen am Hals und an den ersten Wirbeln führen. Die Hundeleine sollte dick und stark sein, eine Schnürleine oder mit einer Feder oder Gummi in der Mitte wird empfohlen.

Man soll auch einen richtigen Maulkorb für Amstaff wählen. Am besten ist der Maulkorb, in dem der Hund frei atmen, japsen und Wasser trinken kann.

 

 

 

Neuigkeiten:

  • Sergeant Stubby -  Der American Staffordshire Terrier - war der am höchsten ausgezeichnete Hund des Ersten Weltkriegs. Stubby diente in der 102. Infanterie, nahm dabei an 17 Schlachten teil. Er hat 10 Jahre gelebt.
  • Im Vereinigten Königreich ist diese Hunderasse sehr beliebt und gilt als idealer Babysitter für Kinder.
  • In einigen Ländern, wie z.B. in Frankreich oder in den Niederlanden wurden Beschränkungen für den Besitz von Amstaff eingeführt.
  • Im Jahre 1880 wurde in den USA das Zuchtbuch für Kampfhunde erstellt.
  • Hundekämpfe sind in England seit 1835 verboten, in Amerika erst seit 1900.


 

Karolina Łuszczyk

 

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